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Erneut hohes Interesse an Landarztquote

 |  Presseerklärungen
Image by Freepik.

Das Interesse an der Landarztquote in Niedersachsen bleibt ungebrochen hoch: Insgesamt 214 junge Menschen haben sich in der aktuellen Bewerbungsrunde auf die 60 für die hausärztliche Versorgung reservierten Medizinstudienplätze beworben. Damit übersteigt die Zahl der Bewerbungen die verfügbaren Plätze um fast das Vierfache und liegt leicht über dem Vorjahreswert.

„Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Bereich mit 214 Bewerbungen so groß ist und die 60 verfügbaren Plätze um fast das Vierfache übersteigt“, erklärt der Landesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Niedersachsen, Dr. Matthias Berndt. „Das zeigt deutlich: Viele junge Menschen wollen Verantwortung übernehmen und können sich eine Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum sehr gut vorstellen.“

Aus Sicht des Verbandes ist die Landarztquote ein wichtiger Baustein zur Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung und damit der hausärztlichen Daseinsvorsorge in Niedersachsen. Gleichzeitig belegen die Zahlen, dass das Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft ist.

„Um noch mehr jungen Menschen die Chance zu geben, ohne Spitzen-Abitur Medizin zu studieren, fordern wir eine Verdoppelung der Landarztquote auf 120 Plätze“, so Allgemeinmediziner Dr. Berndt weiter. „Wer hoch motiviert ist und sich frühzeitig zur hausärztlichen Tätigkeit bekennt, sollte nicht an einer starren Platzbegrenzung scheitern.“

Darüber hinaus spricht sich der Verband für eine stärkere regionale Ausrichtung der Quote aus. Ziel müsse es sein, gezielt Nachwuchs aus den Regionen zu gewinnen, in denen perspektivisch die größten Versorgungsengpässe drohen. „Dafür sollte jeder Landkreis, in dem eine hausärztliche Unterversorgung droht, Interessierte für das Studium vorschlagen können. Wer aus einer Region kommt, kehrt später oft dorthin zurück. Dieses Potenzial müssen wir konsequent nutzen“, betont Dr. Berndt.

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