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Mit dem Start der Bewerbungsphase zum 1. Januar 2026 läutet Niedersachsen die nächste Runde der Landarztquote ein. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und wirbt bei jungen Menschen für die Chance, über die Landarztquote den Weg in einen der vielseitigsten und gesellschaftlich wichtigsten Berufe einzuschlagen: die hausärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum.

„Die Landarztquote ist eine großartige Chance für all jene, die sich bewusst für die Hausarztmedizin entscheiden möchten, ohne an den Numerus clausus gebunden zu sein“, erklärt der Landesvorsitzende Dr. Matthias Berndt zum Bewerbungsstart. „Sie eröffnet motivierten Bewerberinnen und Bewerbern eine echte Perspektive und ist zugleich ein wichtiger Baustein zur Sicherung der hausärztlichen Daseinsvorsorge in Niedersachsen.“

Mit erneut 60 reservierten Studienplätzen für angehende Hausärztinnen und Hausärzte setzt das Land gezielt auf Nachwuchsgewinnung für Regionen, in denen der Bedarf besonders hoch ist. Grundlage ist das 2023 verabschiedete Gesetz zur Verbesserung der flächendeckenden Versorgung in Niedersachsen. So sollen junge Menschen frühzeitig für die Hausarztmedizin gewonnen und langfristig an die Versorgung vor Ort gebunden werden.

Aus Sicht des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes zeigt sich bereits in den bisherigen Bewerbungsrunden: Das Interesse an der Hausarztmedizin ist groß. Es gibt deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber als zur Verfügung stehende Plätze. „Viele junge Menschen bringen eine hohe Motivation, soziale Kompetenz und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein mit“, so Dr. Berndt. „Genau diese Eigenschaften braucht es in der hausärztlichen Versorgung. Gerade auf dem Land, wo Hausarztpraxen weit mehr sind als nur medizinische Anlaufstellen.“

Gleichzeitig macht der Verband deutlich, dass Programme wie die Landarztquote nur dann nachhaltig wirken können, wenn sie in ein verlässliches Gesamtkonzept eingebettet sind. Dazu gehören attraktive und planbare Arbeitsbedingungen, weniger Bürokratie sowie eine auskömmliche Finanzierung der Hausarztpraxen. Zudem fordert der Verband eine Ausweitung der Landarztquoten-Plätze sowie ein Vorschlagsrecht von Bewerberinnen und Bewerbern durch unterversorgte Kommunen. „Wer vom Land kommt, geht später auf eher wieder aufs Land zurück“, berichtet Allgemeinmediziner Dr. Berndt aus der Erfahrung.

„Wer junge Menschen für diesen Weg gewinnt, muss ihnen auch eine Perspektive bieten, die langfristig trägt“, betont der Landesvorsitzende. „Dafür hat das Land Niedersachsen mit dem 10-Punkte-Plan für mehr Hausärztinnen und Hausärzte bereits einen guten Aufschlag gemacht!“

Die aktuelle Bewerbungsphase läuft noch bis Ende Januar. Interessierte können sich über die zuständigen Stellen des Landes über das Verfahren informieren und bewerben:

https://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/abteilung_4/fristen_und_termine/

Zur Pressemitteilung als Download.