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Digitale Anwendungen kommen auf den Prüfstand

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Mit dem neuen DiGA-CHECK hat das IHF gemeinsam mit Hausärztinnen und Hausärzten sowie Digitalisierungsexperten eine Plattform entwickelt, mit der ein einfacher Einstieg in das Thema Digitale Anwendungen und ein kompakter Überblick über das aktuelle Sortiment geboten werden soll.

Bevor der DiGA-Check des IHF im Arztportal des Bundesverbandes seit dem 15. Juli kostenfrei zur Verfügung stand, sind bereits Freiwillige unter anderem aus dem Forum Digitalisierung des Landesverbandes Niedersachsen in eine Testphase gestartet. Darunter auch Dr. Nadezda Jesswein aus Ganderkesee Schierbrok. Ihrer Einschätzung nach ist der DiGA-Check ein wichtiges Instrument, um den Nutzen der digitalen Gesundheitsanwendungen zukünftig besser beurteilen zu können. 

„Derzeit lässt sich der Nutzen der meisten Apps aber noch nicht abschließend bewerten. Gerade Anwendungen, die psychische Erkrankungen oder Patienten mit Adipositas als unterstützende Therapie begleiten, zeigen ihre Wirkung frühestens nach einigen Monaten“, so die niedergelassene Hausärztin. „Ist es für die Patienten sinnvoll, DiGAs begleitend zu bestehenden Therapien zu verordnen oder können sie als kompletter Ersatz dienen? Verbessert es deren gesundheitliche Situation? Ist es wirtschaftlich, DiGAs zu verordnen?“, beschreibt sie die wichtigsten Fragen für die Evaluation.

Bis die relevanten Fragen ausreichend beantwortet werden können, dauert es also noch. Das Forum Digitalisierung in Niedersachsen wird den DiGA-Check weiter eng begleiten und berichten, ob die getesteten Apps einen echten Mehrwert bieten.