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Telefon-AU hat sich ausdrücklich bewährt!

 |  Presseerklärungen
Foto: Freepik on magnific.

Die Bundesregierung plant, die Regeln zur Krankschreibung von Beschäftigten zu verschärfen und die telefonische Krankschreibung („Telefon-AU“) abzuschaffen. Diesen Schritt kritisiert Hausarzt und Landesvorsitzender im Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen Dr. Matthias Berndt in einer Stellungnahme.

„Das ist aus unserer Sicht nicht hilfreich und wird die angestrebten Ziele nicht erreichen. Es verursacht zusätzliche Kosten, weil Patientinnen und Patienten sich über kommerzielle, anonyme Internetanbieter per Videosprechstunde Krankmeldungen holen werden. Die bisherige Lösung, dass Telefon-AUs bei bekannten Patientinnen und Patienten, und ich betone: BEKANNTEN Patientinnen und Patienten, ausgestellt werden, hat sich ausdrücklich bewährt. Die geplante Regelung hat mit dem praktischen Leben nichts zu tun, denn Patientinnen und Patienten, die „blaumachen“ wollen, wenden sich nicht an die Hausarztpraxis, sondern bestellen sich bei kommerziellen Telemedizinanbietern Wunschkrankmeldungen. Somit zielt die Initiative in die völlig falsche Richtung. Hier zeigt sich, dass endlich die geplante echte Strukturreform mit einem verbindlichen Primärarztsystem eingeführt werden muss.“

Zur Pressemitteilung als Download.